Zeitarbeit wächst mit Gesamtbeschäftigung

Zeitarbeit Ludwigsburg - Gleichmäßig zur wachsenden Gesamtbeschäftigung entwickelt sich auch die Zeitarbeitsbranche: Obwohl die Zahl der
Beschäftigten im Vergleich zum Vorjahr um 41.126 Beschäftigte auf nunmehr 1.032.238 gestiegen ist, blieb der Anteil an der
Gesamtbeschäftigung mit 2,8 Prozent im Jahresdurchschnitt 2017 nahezu konstant (2016: 2,7 Prozent).

Gestiegen ist laut Bundesagentur für Arbeit der Anteil derer, die direkt aus einer Beschäftigung in ein Zeitarbeitsverhältnis wechseln: 2013 lag dieser Wert noch bei 28,2
Prozent, Ende 2017 dann bei 33,2 Prozent. Noch immer kommen mit gut zweiDritteln aber die meisten neuen Zeitarbeitskräfte aus der
Beschäftigungslosigkeit (510.650). Ein Drittel von ihnen (176.980) war langzeitarbeitslos oder noch nie beschäftigt.

Nachhaltige Beschäftigung
Und die Zeitarbeit integriert Arbeitnehmer langfristig in Arbeit: 90 Tage nach Ende des Zeitarbeitsverhältnisses
waren 60 Prozent beschäftigt, davon 54,8 Prozent außerhalb und 33,8 Prozent innerhalb der Zeitarbeitsbranche. Am Stichtag 31. Dezember
2017 bestanden 47,1 Prozent aller Zeitarbeitsverhältnisse länger als ein Jahr. 19,8 Prozent dauerten zwischen sechs und zwölf Monaten an, 15,8
Prozent zwischen drei und sechs Monaten.

Verteilung

Die meisten Zeitarbeitskräfte arbeiteten 2017 in Nordrhein-Westfalen (247.248), Bayern (162.540) und Baden-Württemberg
(132.023). Das sind auch die Bundesländer, in denen besonders viele Zeitarbeitskräfte im Bereich Verkehr und Logistik tätig sind. 

Mit 266.940 zählt diese Branche die meisten Zeitarbeitskräfte. Auf dem zweiten Platz folgt die Metallerzeugung und -bearbeitung (148.695).

Sozialversicherungspflichtige Beschäftigung

Die Tätigkeit in der Branche ist für die meisten Zeitarbeitskräfte die Hauptbeschäftigung (96,1 Prozent). 93,1 Prozent
davon sind sozialversicherungspflichtig beschäftigt, die übrigen ausschließlich geringfügig. 30,7 Prozent der Zeitarbeitskräfte sind
zwischen 25 und 35 Jahren alt. Bei Männern liegt dieser Anteil leicht höher (32,2 Prozent), bei Frauen leicht niedriger (27,5 Prozent).

Hoher Männeranteil
Stabil blieb die Geschlechterverteilung: 70,4 Prozent der Beschäftigten (726.366) sind männlich. Davon sind 85,6 Prozent in Vollzeit tätig. 

Bei den Frauen liegt die Vollzeitquote mit 60,5 Prozent niedriger. Der Anteil ausländischer Beschäftigter liegt bei 31,3 Prozent (323.033). 

74,7 Prozent der ausländischen Beschäftigten sind Männer. Bei den Deutschen liegt dieser Anteil bei 68,1 Prozent.

Anzahl Zeitarbeitsunternehmen
Deutschlandweit gibt es 11.500 reine Zeitarbeitsunternehmen (Schwerpunkt Arbeitnehmerüberlassung). 

Das sind 1,4 Prozent mehr als im Vorjahr. 21,3 Prozent der Unternehmen beschäftigen weniger als zehn Mitarbeiter, 

21,7 Prozent haben zwischen 55 und 99 Beschäftigte.


Quelle

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