Zeitarbeit: erste Wahl für Flüchtlinge

Zeitarbeit Nürtingen - Mehr als jede zehnte ausländische Zeitarbeitskraft kommt aus Kriegs- und Krisenländern – im Vergleich zu 2013 hat sich dieser Anteil fast verdreifacht. 

Im März 2013 lag er noch bei 3,85 Prozent, im Dezember 2017 bei 10,52 Prozent.

Das unterstreicht wieder einmal die enorme Integrationsleistung der Zeitarbeitsbranche“, betonte Werner Stolz, Hauptgeschäftsführer des Interessenverbandes Deutscher Zeitarbeitsunternehmen (iGZ).


Auffällig gestiegen ist laut iGZ-Sonderauswertung der Bundesagentur für Arbeit (BA) auch die Gruppe der sehr jungen Flüchtlinge, die in der Zeitarbeit tätig sind. 2013 stammten 14,52 Prozent der unter 25-jährigen ausländischen Zeitarbeitskräfte aus Kriegs- und Krisenländern. 2017 lag dieser Wert bei 35,89 Prozent, also mehr als doppelt so hoch.

Altersdurchschnitt verjüngt sich
Der Anteil der „über 25- bis unter 55-Jährigen“ sank im gleichen Zeitraum von 82,33 Prozent auf 62,88 Prozent, der der über 55-Jährigen von 3,15 Prozent auf 1,24 Prozent. Die Gesamtzahl der in Zeitarbeit beschäftigten Flüchtlinge stieg in allen Altersgruppen. 2014 stammten insgesamt 5.518 Zeitarbeitskräfte aus Kriegs- und Krisenländern, 2017 waren es 33.972 Beschäftigte.

Mehr ausländische Beschäftigte
Die vermehrte Beschäftigung ausländischer Arbeitnehmer macht einen Großteil des Branchenwachstums der vergangenen Jahre aus. Die Anzahl deutscher Zeitarbeitnehmer stieg von 2013 bis 2017um rund 33.000 Beschäftigte (von 674.750 auf 707.699). Im gleichen Zeitraum hat sich die Zahl der ausländischen Beschäftigten mehr als verdoppelt: 2017 arbeiteten rund 180.000 Ausländer mehr in Zeitarbeit als noch 2013 (von 143.163 auf 323.033). Ausländische Kräfte machen somit einen Anteil von 84,4 Prozent an der gestiegenen Zahl der Zeitarbeitskräfte aus. Insgesamt liegt der Anteil ausländischer Zeitarbeitskräfte bei 31,31 Prozent.

Kriegs- und Krisenländer
Zu den Kriegs- und Krisenländern zählt die BA die Länder Eritrea, Nigeria, Somalia, Afghanistan, den Irak, den Iran, die Islamische Republik, Pakistan, Syrien und die Arabische Republik.


Quelle

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