IW: Starke M+E-Industrie ist elementar für die wirtschaftliche Prosperität einer Region

Berlin Zeitarbeit - Eine kürzlich veröffentlichte Studie zur Metall- und Elektroindustrie (M+E) des Instituts der deutschen Wirtschaft e.V. (IW)
macht deutlich, dass sie insgesamt ein wichtiger Arbeitgeber in Deutschland ist, es aber regional erhebliche Unterschiede in ihrer
Ausprägung gibt.

Das zentrale M+E-Cluster befindet sich in Deutschland in
Baden-Württemberg und Bayern, denn hier befinden sich nicht nur mehr als
ein Drittel aller M+E-Firmensitze, sondern diese Unternehmen stellen
auch mehr als 45 Prozent der M+E-Arbeitsplätze in Deutschland. Einen
weiteren Schwerpunt bildet Nordrhein-Westfalen, in dem sich rund 25
Prozent der M+E-Betriebe befinden. Insgesamt konnten die Unternehmen der
Metall- und Elektroindustrie in diesen drei Bundesländern im
vergangenen Jahr über 62 Prozent des Gesamtumsatzes der Branche in
Deutschland für sich verbuchen.

Im Arbeitsplatz-Ranking liegt Baden-Württemberg vorne

An der Spitze des Arbeitsplatz-Rankings der M+E-Industrie liegt
Baden-Württemberg. Hier weisen 36 der 44 Landkreise im Vergleich zum
bundesweiten Durchschnitt eine überproportional hohe
M+E-Beschäftigungsdichte auf. Ganz anders stellt sich die Situation in
vielen Teilen Nord- und Ostdeutschlands dar, wo die M+E-Industrie
oftmals nur eine untergeordnete Rolle spielt. Regionale Ausnahmen sind
hierbei Teile Niedersachsens, Sachsens und Thüringens, da dort die
Automobilindustrie sowie die entsprechenden Zulieferer mit großen
Standorten vertreten sind.

Sehr heterogene Entwicklung bei der Entwicklung der Beschäftigtenzahl

Bei einer Betrachtung der Veränderung der Beschäftigtenzahlen der
M+E-Industrie in den Jahren 2011 bis 2017 fallen große regionale
Unterschiede auf. Während vor allem in Niedersachsen (+15,4 %), Sachsen
(+14,0 %) und Bayern (+11,9 %) ein erheblicher Zuwachs erreicht werden
konnte, mussten Brandenburg (-2,3 %), Sachsen-Anhalt (-1,2 %) und das
Saarland (-1,0 %) trotz der insgesamt äußerst positiven
Wirtschaftsentwicklung sogar einen Beschäftigungsrückgang verzeichnen.

Wie das IW in seiner Studie bilanziert, kann empirisch ein klarer
positiver Zusammenhang zwischen einer starken M+E-Industrie in einer
Region und ihrem wirtschaftlichen Florieren gezogen werden. So gehören
ausgeprägte M+E-Standorte zu den Regionen mit der geringsten
Arbeitslosigkeit bundesweit und sind beim Bruttoinlandsprodukt in der
Spitzengruppe vertreten.


Quelle

0 0